Therapeutische Angebote

Das Angebot der Tiergestützten Pädagogik und Therapie bedient sich unterschiedlichster Methoden und Ansätze. Die systemische Haltung, die Herbeiführung von Veränderungen initiiert und die größtmögliche Verantwortung bei den Familien belässt, ist in allen Bereichen zugrunde gelegt. Hinzu kommen die Strategien und Lösungsansätze der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Autismus Spektrum.

Die Angebote sind zeitintensiv aber zeitlich begrenzt und findet je nach eingesetzter Tierart auf dem Gut Lieselühr in Schwerte Ergste (Mady unsere Irish Tinker Stute), auf Mullewapp (Hof DettmER Prause) in Schwerte Geisecke (Meerschweinchen) oder mit unserem Therapiehund Heledd bei ihnen vor Ort statt.

„Tiergestützte Therapie“ umfasst bewusst geplante pädagogische, psychologische und sozialintegrative Angebote mit Tieren für Kinder, Jugendliche, mit kognitiven, sozial-emotionalen und motorischen Einschränkungen, Verhaltensstörungen und Förderschwerpunkten. Sie beinhaltet auch gesundheitsfördernde, präventive und rehabilitative Maßnahmen.“ (Auszug aus: „Definition Tiergestützter Therapie, ESSAT“)

Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche mit

  • Besonderheiten im kognitiven Bereich
  • ADHS
  • Kinder im Autismus Spektrum
  • Entwicklungsverzögerung
  • Besonderheiten im sozial-emotionalen Bereich (z.B. mangelndes Selbstvertrauen, Ängste, Auffälligkeiten im Umgang mit anderen)
  • Besonderheiten im sensomotorischen Bereich (z.B. Wahrnehmungsstörungen)
  • Psychische Auffälligkeiten ergänzend zur Psychotherapie
  • Zur Stabilisierung von Menschen/Kindern in Krisensituationen (Trennung, Trauer, Perspektivlosigkeit)
  • Für alle Menschen, die mehr zu sich selbst finden möchten.

„Die Durchführung erfolgt zielorientiert anhand einer klaren Prozess- und Themenorientierung unter Berücksichtigung tierethischer Grundsätze mit anschließender Dokumentation und fachlich fundierter Reflexion.“ (Auszug aus: „Definition Tiergestützter Therapie, ESSAT“)

Die Ziele werden individuell mit den Klienten und ihren Systemen abgestimmt und nach jeder Einheit gemeinsam in der Reflexion überprüft.

Der tierische Co-Therapeut ist unvoreingenommen, authentisch, empathisch und hat keine Erwartungen an den Patienten, so gelingt der Zugang leichter und ermöglicht unter anderem die Erreichung folgender Ziele:

  • Ressourcen herausarbeiten und nutzbar machen
  • Beziehungsaufbau zum Tier, der später auf den Menschen transferiert werden kann
  • Förderung von positivem Selbstbild, Selbstvertrauen, -wertgefühl und -bewusstsein
  • Förderung der Sozialkompetenzen
  • Kommunikations-, Verhaltens- und Verarbeitungsmuster erarbeiten und auf den Alltag übertragen
  • Entwicklung des Ich über das Du
  • Förderung des emotionalen Wohlbefindens
  • Psychologische Stressreduktion, Beruhigung und Entspannung
  • Vermeidung von Einsamkeit und Isolation
  • Vermittlung positiver sozialer Attribution
  • Gefühl von bedingungsloser Akzeptanz
  • Mobilisierung verschiedener Körperteile- und Funktionen
  • Aufbau von Strukturen im Alltag
  • Förderung der Motorik, des Gleichgewichts- und Orientierungssinns, sowie der Koordination
  • Emotional positiver Körperkontakt
  • Bindungsaufbau
  • Impulse für Verhaltensänderungen und Stressbewältigung

Wir arbeiten in Einzel- und Gruppenstunden mit den Kindern und Jugendlichen zusammen. Für weitere Fragen und die Finanzierung nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.